Heimatkreis Wollstein e.V.
                                                         Historischer Verein Wollstein und Umgebung

 

 

  Wollsteiner Zeitung 2 / 2019  


Mitgliederversammlung des Heimatkreises e.V. (HKW)

Die diesjährige Mitgliederversammlung des Heimatkreis Wollstein e.V. (HKW) wurde am 06.04.2019 in Suhlendorf im Hotel Waldmühle durchgeführt. Genau 76 Heimatfreunde – davon 60 stimmberechtigte Mitglieder – haben daran teilgenommen. Alle Mitglieder erhielten bereits vorher das Protokoll des Jahres 2018 und den Jahresbericht 2018 mit der Einladung zugesandt. Pünktlich um 10.30 Uhr eröffnete der Vorsitzende Horst Eckert die Versammlung, hieß alle herzlich willkommen und dankte für das zahlreiche Erscheinen.

Die Totenehrung hielt Herr Klaus-D. Stein/Widzim. Wir haben in der Berichtszeit 8 Mitglieder durch Tod verloren. Das älteste Mitglied war 93 Jahre (Willi Arlt aus Jablone) – das Jüngste 67 Jahre. Unter den Verstorbenen war auch unsere langjährige Schatzmeisterin Berta Vogel geb. Koch aus Adamowo (Langenweiler) im Alter von 90 Jahren. Sie hat 14 Jahre die Kasse des HKW vorbildlich geführt.
Das Protokoll des Jahres 2018 und der Jahresbericht 2018 wurden einstimmig genehmigt. Der Stiftungsbericht wie auch der Kassenbericht wurden zustimmend zur Kenntnis genommen.Der Kassenprüfungsbericht ergab keine Beanstandungen. Hierauf wurde der Vorstand auf Antrag einstimmig entlastet.

Von den Aktivitäten im Kreise Wollstein sind u.a. hervorzuheben die Busfahrt nach Wollstein, an der auch zeitweise der Landrat des Kreises Uelzen, Herr Dr. Blume teilgenommen hat. Anlässlich dieser Fahrt konnten die Teilnehmer bei einer Preisverleihung über einen Schülerwettbewerb des Wollsteiner Lyzeums dabei sein, wo Schüler des Deutschkurses ihre Wohnorte untersuchten, wie das Zusammenleben unserer Völker vor 1945 war. Es wurden dort sehr interessante Ergebnisse vorgestellt. Der HKW hat für die Schüler ein Preisgeld von 100,00 Euro gestiftet. Anträge lagen nicht vor. So konnte Herr Klaus-D. Leber die von ihm eingerichtete Internetseite vorstellen, die weltweit aufgerufen wird. Auch Wollsteiner in Amerika. Sie finden sie unter: www.heimatkreis-wollstein.de. Wir werden in der Zukunft das Internet mehr benutzen müssen, um Nachrichten des HKW per Mail zu versenden. Die Portokosten steigen.

Da unsere Erträgnisse aus der Stiftung wegen mangelnder Zinsen fast „Null“ sind, mussten wir Einsparungen vornehmen. U.a. müssen die Mitglieder bei der Mitgliederversammlung einen Kostenbeitrag zum Mittagessen leisten, die Hausbesuche zum Geburtstag im Kreise Uelzen entfallen, die Preise beim Busausflug nach der Mitgliederversammlung wurden moderat erhöht, ebenfalls der Beitrag zur Adventsfeier und zum Grützwurstessen. Bei der Literatur (u.a. „Wollsteiner Aufsätze“) suchen wir noch nach dem richtigen Konzept. Es ist nicht beabsichtigt, den Jahresbeitrag von 25,-- € zu erhöhen.
Einen breiteren Raum nahm die Vorstellung der neuen Satzung ein. Die wichtigsten §§ der geänderten Satzungsteile wurden vom Vorsitzenden erläutert. Da in der alten Satzung festgehalten ist, dass „mindestens die Hälfte der Mitglieder“ zustimmen müssen, haben wir schriftliche Stimmenübertragungen einsammeln müssen. Die Satzung erlaubt dies. Somit fand die Satzung mit 60 anwesenden stimmberechtigten Mitgliedern und 39 Stimmenübertragungen die erforderliche Mehrheit.
Die vorgestellten Veranstaltungen des Heimatkreises fanden die Zustimmung der Mitglieder. Mehr sollen es aber auch nicht werden. Die Termine werden jeweils in der Wollsteiner Zeitung bekanntgegeben.
Erfreulich ist der Zuspruch für unsere Heimatstube in Suhlendorf im Handwerksmuseum. Im Gästebuch finden wir auch Adressen von Besuchern, die wir nicht in unserer Kartei haben und die auch nicht im Kreise Uelzen wohnen. Das Internet macht es möglich, die Heimatstube zu entdecken. Über das künftige Konzept werden wir uns Gedanken machen.

Die Vorstandswahlen waren schnell abgehandelt. Der bisherige Vorstand stellte sich geschlossen zur Neuwahl, jedoch mit dem Hinweis, spätestens in 3 Jahren gibt es den Wechsel. Heimatfreunde, die gerne mitarbeiten möchten, sind herzliche willkommen. Z.Zt. suchen wir dringend einen Betreuer für unsere Internetseite und einen Helfer für die Heimatstube.
Fast pünktlich – um 12.10 Uhr endete die Mitgliederversammlung mit einem anschließenden gemeinsamen Mittagessen im Restaurant Waldmühle. .H.E. 

Neue Satzung
Die neue Satzung bringt einige Veränderungen. Wir haben die gültigen rechtlichen Erfordernisse eingearbeitet, die in der jahrelangen Arbeit gemachten Erfahrungen und unsere neuen Aufgaben satzungsgemäß erfasst.
Hierzu gehört schon der § 1 der Satzung. Die Erlebnisgeneration wird nach 75 Jahren Flucht und Vertreibung immer weniger. Wir haben allerdings schon mehr als 30 Mitglieder, die nach Flucht und Vertreibung hier geboren sind. Der Vereinsname wurde daher erweitert in „Heimatkreis Wollstein e.V. – Historischer Verein Wollstein und Umgebung“.
Auch der § 2 „Zweck und Ziel“ hat eine deutlichere Definition erhalten. Wir haben hier zusätzlich unsere Kontakte in die alte Heimat aufgenommen und die Förderung der Kultur in der alten Heimat (z. B. das Robert-Koch-Museum/die ev. Friedhöfe und ehemaligen ev. Kirchen). Unsere Heimatfahrten sind in den letzten Jahren schon Studienfahrten gewesen, weil die jeweiligen Reiseleiter die Geschichte unserer Heimat erläutern mussten. Also eine geschichtliche Wissensvermittlung. Neu aufgenommen ist auch die Förderung der Familienforschung und die Kontakte zum Patenkreis. Dies sind Punkte, die wir schon durchführen, aber in der alten Satzung nicht so umfassend und deutlich dargestellt waren. Im § 3 ist geregelt, dass auch Heimatfreunde aus den Nachbarkreisen des Altkreises Wollstein Mitglied werden können. Wer keine Beziehungen zum HKW hat, kann eine fördernde Mitgliedschaft beantragen.
Aus Erfahrung haben wir die Abstimmungen auf die Regelung in der Mustersatzungsatzung des Finanzamtes festgelegt: Jede Mitgliederversammlung ist beschlussfähig bei fristgerechter Einberufung. Es ist eine bestimmte Anzahl von anwesenden Mitgliedern entfallen. 

Busausflug nach Arendsee
Der Busausflug nach der Mitgliederversammlung am 06.04.2019 führte uns nach Arendsee. Auf dem Treckweg von 1945 ging es von Suhlendorf über Bergen/D. (ehemaliger Übergang in die „DDR“ – B 71), das Dorf Seebenau (hier 1945 Übernachtungsort), vorbei an Salzwedel auf die B 190 nach Kläden - ebenfalls Übernachtungsort für Trecks aus dem Kreis Wollstein - nach Arendsee.

An der ehemaligen Klosterkirche erwartete uns bereits ein Stadtführer, der uns zur Kirche, Klosteranlage und Stadtgeschichte interessante Erläuterungen gab. Das Museum konnten wir aus zeitlichen Gründen nicht besuchen, dafür hatten wir uns aber die Zeit genommen, einen phantastischen Blick vom Fontane-Denkmal über den Arendsee zu werfen.Unsere eingeplante Kaffeepause hatten wir im Lokal „Zur Wildgans“ in Zießau, am (Nordufer des Arendsee gelegen), bestellt. Der dort gereichte Kaffee und Kuchen erfüllte alle Wünsche. Das schöne Wetter bereicherte die Fahrt und die gute Stimmung.
Der „Maränen-Fischer“ hatte jedoch am Sonnabend geschlossen. H.E 

Wollsteins Bürgermeister erhält Dankurkunde von der Deutschen Botschaft in Warschau 
Um das Andenken an Dr. Robert Koch in Wollstein (Wolsztyn) sichtbar zu machen, hat die Stadt Wollstein ein Museum eingerichtet. Der jetzige Bürgermeister, Herr Wojtek Lis, hat zu diesem Ergebnis durch seine langjährige Tätigkeit in Wollstein, erheblich beigetragen. Zuerst als Dolmetscher für den „Heimatkreis Wollstein e.V.“, (HKW) später als aktiver Organisator. Er stellte die Kontakte zum Robert-Koch-Institut in Berlin her, suchte die noch lebenden Verwandten und aktivierte  Kontakte nach Claustal-Zellerfeld, dem Geburtsort Kochs. Auch als Bürgermeister fördert er das Museum und die jährlich stattfindende Veranstaltung der Robert-Koch-Gesellschaft in Wollstein.
Der HKW hat die Renovierung des Robert-Koch-Hauses – ehemaliges Wohn- und Praxishaus in Wollstein –   im 1.Bauabschnitt finanziell und mit Sachspenden unterstützt. Die finanziellen Mittel wurden durch Spenden erbracht. Das Museum konnte am 02.05.1996 eröffnet werden, zu dem der HKW mit einem Bus und 50 Teilnehmern nach Wollstein fuhr.
Der 2. Bauabschnitt umfasste die Renovierung des im Garten stehenden kleinen Krankenhauses von 1842, das zum Arbeitsfeld von Koch gehörte. Die Deutsch-Polnische Stiftung in Warschau hat dafür erhebliche Mittel gewährt. An dem Antragsverfahren war der HKW als Deutscher Partner beteiligt.
Heute ist der HKW Mitglied in der Robert-Koch-Gesellschaft Wollstein und fördert jährlich das Museum mit einer zweckgebundenen Spende von 250,-- €, die von Mitgliedern des HKW erbracht werden.
Dieses Engagement hat der Deutsche Botschafter mit einer Dankurkunde an den langjährigen Freund und Begleiter des Robert-Koch-Museums in Wollstein, den jetzigen Bürgermeister, Herr Wojtek Lis, honoriert.

Zur Verleihung hat der Geehrte den HKW herzlichst eingeladen. Um auch unsere Dankbarkeit zu dokumentieren, haben wir die Einladung gerne angenommen.Auf Beschluss des Vorstandes haben vier Mitglieder des HKW an der Übergabe am 30.05.2019 teilgenommen:
Klaus Dieter Stein   – stellv. Vorsitzender                    Klaus Dieter Leber - Schatzmeister
Hannelore Leber     - Schriftführerin                            Manfred Adam   - Kassenprüfer
Da die Urkundenübergabe bereits am 30.05.2019 um 11.30 Uhr stattfinden sollte, musste die Anreise der Teilnehmer bereits am 29.05.2019 mit einem privaten PKW  durchgeführt werden. Die Übernachtung fand im Hotel „Kaukaska“ in Wollstein statt.

Im Namen des deutschen Botschafters Rolf Nikel hielt Frau Hermani (Wissenschaftliche Mitarbeiterin der deutschen Botschaft in Warschau) die Laudatio um die Verdienste von Herrn Bürgermeister Lis zum Erhalt des Andenkens an Dr. Robert Koch und überreichte die Urkunde. Koch war in Wollstein und im Kreis Bomst (Wollstein) als Amtsarzt und Arzt tätig in der Zeit von 1872 – 1880.
Der deutsche Botschafter – so Frau Hermani – bedanke sich auch für seine Unterstützung zu den gemeinsamen Aktivitäten des HKW und der Stadt Wollstein. In einer kurzen Dankesrede des HKW führte Herr Stein aus, dass Herr Lis erheblich zum Gelingen des Robert-Koch-Museums und zu den gemeinsamen Tätigkeiten zwischen dem HKW und der Stadt Wollstein (Wolsztyn) beigetragen hat. Als kleines „Dankeschön“ überreichte Herr Stein einen Präsentkorb.
Da am 30.05.2019 am Nachmittag der Bus mit „Wollsteinern“ zum jährlich stattfindenden 4-Tage-Besuch aus dem Kreise Uelzen eintraf, konnte Frau Hermani noch kurz vor ihrer Weiterreise zum nächsten Termin, die Teilnehmer der „Wollsteinfahrer“ begrüßen und die Grüße des Botschafters übermitteln. Sie bedankte sich bei den Teilnehmern, dass sie immer wieder die Kontakte nach Wollstein mit ihren Besuchen pflegen.
Der Heimatkreis Wollstein e.V. organisiert jährlich eine Busfahrt nach Wollstein und in den Kreis Wollstein. Waren es vor Jahren noch oft Wiedersehensfahrten, sind nach Wegfall der Erlebnisgeneration diese Fahrten Studien- und Geschichtsfahrten geworden.
Die Fahrt zur Urkundenübergabe wurde von der Kulturreferentin für Westpreußen, Posener Land und Mittelpol. – Frau Oxfort MA/BKM – erheblich bezuschusst.  H.E. 

Unsere Wollsteinfahrt 2019

war ausgebucht. Im Bus alle Plätze besetzt. Und wieder waren Teilnehmer dabei, die zum 1. Mal eine Fahrt mitmachten. Wie üblich bei unseren Fahrten, war der erste Besuch in Wollstein in der in Renovierung befindlichen ev. Kirche, wo Frau Backeberg die ersten geschichtlichen Informationen vermittelte. Beim Stadtrundgang am nächsten Tag gab es Erläuterungen zum Stadtbild und zur Geschichte. Anschließend konnte das Robert-Koch-Museum besucht werden. Bei 2 Rundfahrten durch den Kreis Wollstein lernten die Mitreisenden u.a. die Orte Schwenten (1919 Freistaat), Ölpoche mit eingelegter Kaffeepause und Besuch der Seeenge im Primenter See. Erstmalig besuchten wir die Kirche (Bethaus) in Silzhauland.
Die Fahrt gen Norden führte über Rothenburg a.d.Obra (altes Rathaus) nach Rakwitz mit seinen Laubengängen. Über Wioska (Gräfin Schlieffen), Jablone und durch die Hauländereien ging es nach Kirchplatz. Hier gab es eine Besichtigung der Hauländerkirche. Die Renovierungsarbeiten an der Kirche haben sich durch den Tod des Pfarrers verzögert.
Am Sonnabend konnte am Nachmittag jeder sein eigenes Programm gestalten. Für Fahrten in die Heimatdörfer standen Fahrgelegenheiten zur Verfügung. Im Jahre 2020 feiern wir 30 Jahre Wollsteinfahrten – vom 21.05. - 24.05.2020. Melden Sie sich jetzt schon unverbindlich schriftlich an (vormerken, endgültige Zusage bei der Ausschreibung). 

 

Werner Gierke geehrt

Nach 14 jähriger Tätigkeit als Kassenprüfer beim Bundesverband der Landsmannschaft Weichsel-Warthe (LWW) ist Werner Gierke nicht zur Wiederwahl angetreten. „Nun sollen auch andere einmal übernehmen“, so Gierke.
Der Heimatkreis Wollstein e.V. bedankte sich bei Werner Gierke für seinen 14 jährigen Einsatz mit einem Präsentkorb. Schließlich musste er am Prüfungstag nicht nur in der Geschäftsstelle Belege und Konten prüfen, sondern wegen der weiten Entfernung nach Wiesbaden stand er auch rechtzeitig in Uelzen auf dem Bahnhof, um einen der ersten Züge in Richtung Süden zu erreichen. Und zum Abendessen war er auch nicht pünktlich zu Haus.
Nochmals Danke für Deinen Einsatz.

Ein Buch über Pastor Karl Schulz und Familie aus Rakwitz
In einem Buch von 576 Seiten hat Frau Doris Schulz das Leben und Wirken von Pastor Karl Schulz aus Rakwitz und seiner Familie niedergeschrieben. Beigefügt sind auch seine Lebenserinnerungen (123 Seiten).
In dem Buch finden Sie u.a. die Zeit in Rakwitz, seine weitere Tätigkeit in der Provinz Posen, die Verhältnisse in Rakwitz während des 2. WK, die Flucht und der Neuanfang in Suhlendorf.
Das Buch enthält Informationen, die vorher nicht bekannt waren, insbesondere die Tätigkeit als Flüchtlingsbetreuer im Kreise Uelzen. Auch Bilder sind vorhanden. Eine Fundgrube für neue Blickwinkel in der Geschichte.
Das Buch – in Leinen gebunden - war nur für die Familie gedacht und hat daher eine geringe Auflage. Der Heimatkreis konnte 3 Exemplare zu je 100,-- € erwerben. Wer hiervon ein Exemplar möchte, bitte umgehend melden. Kosten: 100,-- € + Porto und Verpackung. 

Jüdische Bürger in Wollstein
Der eine oder andere Wollsteinfahrer wird den ältesten Kaufmann Wollsteins kennen, Herrn Weis in der Robert-Koch-Str. Er sprach perfekt deutsch und man konnte so manche kleine Geschichte von ihm erfahren. Sein Sohn Anselm Weis ist kath. Priester und Prof. an einer Universität.in Polen A. Weis hat über die Geschichte der Stadt Wollstein geforscht und schreibt u.a. über die Jüdische Gemeinde in Wollstein in Kurzfassung:

Am Anfang des XVI. Jahrhunderts begannen in Deutschland und ganz Mitteleuropa Verfolgungen von Juden. Viele Gruppen von Juden, die vor den Repressalien flüchteten, haben sich in Polen angesiedelt. Bereits Mitte des XVI. Jahrhunderts gab es in Polen 150 Tausend Juden. Die meisten beschäftigten sich mit Handwerk und Handel. Die Juden besaßen eine interne Selbstverwaltung, die auf der Religionsgemeinde basierte (KAHAU ?). In privaten Städten standen sie seit 1539 der Jurisdiktion (Rechtsprechung d.Red.) der Inhaber (Grundherren d. Red.). Gemäß Vorschriften des staatlichen und kirchlichen Rechts waren sie verpflichtet, separate Stadtbezirke zu bewohnen; ihre Kontakte mit den Christen unterlagen vielen Begrenzungen. Die Beachtung dieser Vorschriften wurde durch kirchliche Visitatoren genau kontrolliert. Auf Grund von rechtlichen Beschränkungen in den Quellen der kirchlichen Provenienz (Herkunft d.Red.) finden wir nur zufällige Erwähnungen über die Juden, die auf dem Terrain der Wollsteiner Gemeinde wohnten.

Die Juden sind in Wollstein Ende des XVI. Jahrhunderts eingesiedelt. 1718 waren es nur 7 große jüdische Familien. Sie wohnten in der Poznanska Straße, die auch Judenstraße genannt wurde (Posener Straße - dort lag auch das Geschäft von Eisenschulz d.Red.) Hier bauten sie Mitte des XVI. Jahrhunderts eine Synagoge. Die Zahl der Juden ist in der II. Hälfte (des) Jahrhunderts gewaltig gestiegen.

Im Jahre 1774 waren es 666, 5 Jahre später ca. 630. Der Anstieg der Zahl von Gläubigen hat die Gemeindeältesten veranlaßt, die Synagoge zu vergrößern. Das synodale Recht der Posener Diözese hat verboten, die Synagogen auszubauen (besonders das synodale Dekret aus d.J. 1720). Ausnahmsweise, genehmigt durch den Bischof, konnten nur die Synagogen renoviert werden, die infolge von Unfällen vernichtet wurden (Posener Synagoge von 1738). Es ist wahrscheinlich, daß die Wollsteiner Juden, die sich auf die letzte Synode berufen haben, den Generalvikar in Posen – Priester Skrzebowski – gebeten haben, ihr Gotteshaus vergrößern zu dürfen. Vor seiner Entscheidung hat der Posener Kurienvertreter eine Kommission einberufen, die den Stand der Vernichtung der Synagoge feststellen sollte. Die Kommission bestand aus Wollsteiner Priestern und hat ein Gutachten erstellt, das mit dem Wunsch der Synagogen-Ältesten übereinstimmte. Ca. 1765 wurde die Wollsteiner Synagoge vergrößert. Diese Tatsache hat den Priester Kanoniker K. Gliszcynski, der die Gemeinde im Jahre 1777 visitierte, sehr beunruhigt. Ohne Erfolg hat er im örtlichen Archiv das Protokoll der Arbeit der Kommission sowie das Dokument des Generalvikars gesucht. Er hat den Pfarrer verpflichtet, die genannten Dokumente zu finden. Hätte dieser festgestellt, daß die Genehmigung infolge einer Irreführung des Generalvikars erteilt wurde, sollte er davon den Instigator informieren. Außerdem hat der Visitator dem Pfarrer eine größere Sorge um die bei den Juden beschäftigten Diener empfohlen, sowie sich darum zu kümmern, daß die Juden ihren Besitz durch Abkauf von Gütern aus christlichen Händen nicht vergrößern.
In den Quellen, außer einem Fall, wo die Wollsteiner Priester Juden verprügelten, findet man keine Information über Pogrome oder andere Formen der Intoleranz gegenüber von Personen der jüdischen Konfession. Aus dem poln. Übersetzt von Pastor D. Bloens/fr. Deutsch-Zodien.

Einige Ergänzungen:

Der erste nachweisbar jüdische Einwohner aus Wollstein wird 1690 aus Wollstein  genannt. Es war Hirschel Simon und im Jahre 1699 besucht der jüdische Bürger Kaspar Löbel aus Wollstein die Leipziger Messe. Im Jahre 1831 zählte die Gemeinde 841 , im Jahre 1840 waren es 858. Ab 1849 nahm die Gemeinde ab auf 749 und 1857 mit Rothenburg, Kiebel und 4 Dörfern sank die Zahl auf 680 . Die Gemeinde hatte an Einrichtungen neben der Synagoge (1810 abgerannt/Neubau Einweihung am 18.09.1839) u.a. eine Grundschule, einen Kranken- und Beerdigungsverein (gegr. 1741), einen Verein zur Verteilung von Holz und Brot an die Armen, einen zur Bekleidung armer Schulkinder u. 5 weitere Vereine.
Die jüdische Bevölkerung war im Jahre 1834 in 80 naturalisierten Berufen vertreten, u.a. 52 Kaufleuten, 3 Schneider, 5 Wollhändler, 1 Schlachter, 1 Bäcker, 1 Buchhalter. Der Name Cohn war bis 1938 in Wollstein vertreten.
Am Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 haben 17 Wollsteiner Juden teilgenommen.
Im Jahre 1905 waren der Ziegeleibesitzer Krause Beigeordneter der Stadt und Kaufmann Samter, Stadtverordneter in Wollstein.
Im Kreise Bomst/Wollstein gab es nach der Volkszählung im Jahre 1905 noch 436 Juden. Im Jahre 1939 noch 6 Personen in Wollstein (5) und Rothenburg a.d O.(1). H.E.

Daten entnommen: Aus Vergangenheit u. Gegenwart der Juden u. den jüd. Gemeinden in den Posener Landen v. Dr. A. Heppner, Rabbiner in Koschmin/J. Herzberg, Lehrer in Bromberg-Volkszählung von 1905 in „Gemeindelexikon für die Provinz Posen von 1908“-Einwohnererfassung des Kreises Wollstein vom Oktober 1939.

Kriegsbeginn am 01.09. 1939
Wir wollen mit diesem Beitrag einmal darüber berichten, was die Menschen im „Kleinen“ und nicht im „Großen“ mit Beginn des Krieges bei uns im Kreis Wollstein erlebt haben. Die große „Kriegsgeschichte“ haben Andere schon aufgeschrieben. Dem wollen wir uns hier nicht widmen.
Frau Hildegard Herkt geb. Wolff aus Gloden, hat die Erlebnisse ab 28.08.1939 in der Familie und im Dorf Gloden schriftlich festgehalten. Hier der Auszug:
Auszug: 20 Jahre stand unsere Heimat unter polnischer Herrschaft. Die letzten Jahre waren fast erdrückend. Schon im Anfang des Jahres 1939 redete man vom Krieg, aber niemand wußte wann er anfangen und enden wird. Schon im Frühjahr rückten (flohen d.Red.) viele Volksdeutsche aus, die es nicht mehr ertragen konnten und die ihr Leben schützen wollten, rüber in das große Deutsche Reich. Doch wir wollten doch unserer Scholle nicht untreu werden und nahmen es uns vor auszuhalten.
Am 28. August war Mobilmachung und viele Volksdeutsche, die ihre Aufforderung bekamen, mußten weg zum polnischen Heer. Es war doch einem jeden zu schwer, gegen unsere Brüder zu kämpfen. Am Freitag den 1. September arbeiteten wir noch draußen auf dem Felde. Mit einem Mal hörten wir solch Krachen, nun dachten wir geht’s los und dachten uns in ein paar Tagen ist unsere Heimat frei. Doch es kam anders. Um 10 Uhr kamen Leute vom Wochenmarkt in Wolsztyn die sagten uns, das unser Dorf voll von Flüchtlingen sei. Nun aber vom Feld nach Hause. Als wir ankamen sahen wir schon Radfahrer alles Polen, die auch in den Krieg ziehen wollten. Auch Wagen voll bepackt mit Frauen mit Kindern und die notwendige Habe.
Am Nachmittag wurde das Krachen immer hörbarer und es stellte sich heraus, dass es kein Schießen sei, sondern die Polen sprengten sämtliche Brücken, sägten die Telefonstangen um und brannten das Bahnhofsgebäude in Wollstein nieder. Zum Abend gegen 6 Uhr kamen auch polnische Horden in unser Dorf und wir mußten sämtliche Räder abgeben und wer Pferd und Wagen besaß, mußte anspannen und Futter für 3 Tage mitnehmen. Mein Bruder…..? und alle jüngeren Männer waren schon ausgerückt. Nur die über 60 Jahre waren blieben hier. Papa wollte doch nun nicht fahren, weil er doch kein Wort polnisch sprechen konnte. Wir holten nun Oswald wieder herzu und die anderen jungen Burschen kamen auch und sie machten sich nun reisefertig zum Fahren.
Gegen 7 Uhr mußten sie sich mit den Wagen auf der Straße versammeln. Es waren über 20 Wagen, die in einer Reihe standen. An die Polen……? Herum. Dort wo die Männer ausgerückt waren, sollten die Frauen fahren und so gegen 8 Uhr gings nun los. Niemand wußte wohin er fahren sollte und wir zu Hause wußten auch nicht wohin sie gefahren sind. Die Polen gaben Befehle und sie mußten fahren, wohin sie geschickt wurden. Unterwegs bekamen die Fordersten schon feste Prügel, wenn sie nicht schnell genug fuhren. In Rakwitz angekommen wurden sie verteilt und sie mußten die Polen fahren, die flüchten wollten. Mein Bruder hatte Komorniker (Arbeiter d.Red.) vom Rakwitzer Gut gefahren. Aber wir zu Hause hatten keine Ahnung wohin sie gefahren waren. Bis etliche dann nach Hause kommen und erzählten, daß mein Bruder nach Posen runter fahren mußte. Aber am Sonntag nachmittag brachten sie uns die Nachricht, daß sie nach Kleinpolen runter fahren sollen – da schrie ja alles auf.
Onkel Klisch nahm sich nun das alte Rad, das die Polen nicht genommen und fuhr nun los um sie zu suchen, aber unterwegs begenete er jemandem, der erzählte ihm, daß sie auf der Heimreise seien. Nun hatten wir ja wieder etwas Mut. Die Polen hatten auch beabsichtigt, unser Dörfchen in Brand zu stecken, weil es ein deutsches war. Papa und sämtliche älteren Männer wachten bei den Scheunen und wir mit Mama im Haus. Viele Volksdeutsche waren die Nächte ausgerückt in die nahen gelegenen Wälder. Am 3.9. um 9 Uhr abends kam Oswald mit Pferd und Wagen wieder. Am Montag den 4.8.(9.) früh um 6 Uhr mußte er sich wieder melden und mußte nach Grätz, weil er militärflüchtig (Fahnenflucht d. Red.) war. Nun gingen sie zu Fuß nach Grätz. Dort ging schon alles drunter und drüber. Die Polenwagen, die Führung hatte, rückten aus. Sie kamen zu langsam in den Krieg. Oswald mit noch drei Burschen, rückten aus und kamen querfeld des abends wieder zuhause an. Nun hielt er sich 3 Tage auf dem Heuboden verborgen.
Am 7.8. (9.) brachten 2 deutsche Männer, die noch über die Grenze flüchten wollten, die Kunde, daß Wollstein befreit sei. Nun bewachten unsere deutschen Männer unser Dörfchen. Eine Fahrradpatrouille (Wehrmacht d. Red.) mit 2 Mann befreite unser Dörfchen am 7.9.1939. Niederschrift von Frau Hildegard Herkt geb. Wolff aus Gloden, Krs. Wollstein. 

Was war weiter geschehen? Der Kreis Wollstein wurde überwiegend am 06.09.1939 von der Deutschen Wehrmacht besetzt. Deutsche Amtsträger in Vereinen, Pastoren oder für die polnische Verwaltung verdächtige Deutsche, wurden vor der Besetzung von Polen verhaftet und verschleppt. Bei den Verschleppungsmärschen gab es 53 tote Volksdeutsche aus dem Kreis Wollstein zu beklagen. Sie kamen aus 20 Orten des Kreises. Verschleppt waren 159 Personen. Unter den Toten waren 49 Männer, 2 Frauen und 2 Kinder. Allein aus dem Kirchspiel Rakwitz gab es 28 Tote. Es gab 41 Verschleppungsmärsche in Posen-Pommerellen/Westpr.
Die ersten Verhaftungen von Deutschen fanden schon im April 1939 statt. Darunter befand sich auch der frühere Kreistagsabgeordnete im Uelzener Kreistag, Hermann Netz. Er war in Bereza Kartuska, einem polnischen Lager, 275 km östlich von Warschau, inhaftiert.
Über die Gesamtzahl der Toten bei den Verschleppungsmärschen gibt es Erhebungen, die bei ca. 3.700 Personen liegen. Eine 2. Zahl spricht von 5.700.
Die Nationalsozialisten haben die Verluste aus Propagandagründen auf 55.000 erhöht.
Nach dem Einzug der Deutschen Verwaltung begann eine Suche nach den Verantwortlichen Polen bei den Verschleppungen. Wurden sie gefunden, haben sie keine Gnade erfahren.

Fundstelle: Dokumentation der Verschleppung der Deutschen aus Posen-Pommerellen im September 1939.- Der Deutsch-Polnische September 1939 – mündliche Überlieferungen. H.E. 

Wir suchen….

einen Betreuer für unsere Internet-Seite www.heimatkreis-Wollstein.de . Die Aufgabe des Betreuers ist, neue vorgegebene Texte und Termine in die Internetseite einzustellen. Haben Sie Interesse oder vielleicht der Enkel oder die Enkelin? Wir würden uns über Ihre Anfrage freuen. Tel. 05821-7666 oder E-Mail: eckert.hkw@t-online.de 

Öffnungszeiten der Heimatstube in Suhlendorf

Die Saison im Handwerksmuseum endet am 27.10.2019 (letzter Öffnungstag). Geöffnet täglich – am Montag geschlossen – von 10.00 – 17.00 Uhr. Eintritt Erwachsene 4,-- €.

Ein Kommentar zur Heimatstube: „….ich bin tief beeindruckt. Unser Heimat-Museum hatte es mir natürlich besonders angetan! Das kann man wirklich „vorzeigen“. Mir war gar nicht klar, dass in Suhlendorf seinerzeit 1.100 (!) Gespanne angekommen sind! Wie hat das bloß alles organisatorisch geklappt?“

Wir suchen…einen Helfer für die Heimatstube in Suhlendorf. Sind Sie interessiert, rufen Sie mich an – 05821-7666. Wir wollen die Heimatstube übersichtlicher gestalten. Hierbei wollen wir uns von Museumsfachkräften beraten lassen. Für die Umsetzung der Vorschläge brauchen wir Hilfe.

Kallmann-Museum in 85737 Ismaning bei München – Schloßstr. 3 b

Der Sohn des letzten Königlich-Preußischen Kreisarztes in Wollstein (1918), Hans-Jürgen Kallmann, hat den Beruf eines Kunstmalers ergriffen. Bekannt sind seine Werke überwiegend aus der Porträtmalerei (Papst Johannes, Adenauer und auch Franz-Josef Strauß).

Geöffnet: Di-So von 14.30-17.00 Uhr –Tel.089 961 29 48 Internet: www.kallmann-museum.de 


Das Heimattreffen kann nur wieder ein Erfolg werden, wenn auch Sie dafür werben und sich mit ehemaligen Nachbarn aus der Heimat verabreden. Machen Sie also Werbung unter Verwandten und Freunden. Eine telefonische Erinnerung und eine Verabredung sind wirkungsvoll. Platz haben wir auf dem Saal.

Kostenlose Parkplätze finden die Teilnehmer gegenüber dem Hotel, vor dem Hotel auf den Parkstreifen der Bundesstraße und hinter dem Hotel (Zufahrt über die Friedrich-Seßelberg –Straße).

Übernachtungen sind im Hotel möglich – Tel.: 0581 – 9055-0. Fragen Sie nach einem Wochenend -angebot“. Anreise am Freitag – Abreise am Sonntag.

Zum Grützwurstessen melden Sie sich bitte an bis zum 30.09.2019, damit der Wirt entsprechend planen kann. Wenn Sie nur zum Grützwurstessen kommen wollen, ist dies auch möglich!  

Anmeldung bei: Werner Gierke Tel. 0581-15286 – Horst Eckert 05821-7666.

Wollsteiner Heimatstube - Am Sonntag, dem 06.10.2019, wollen wir in Suhlendorf ab 10.30 bis 12.30 Uhr die Heimatstube besuchen. Hier können Sie in gemütlicher Runde die Auslagen der Heimatstube besichtigen und anschließend im Restaurant „Waldmühle“ Mittagessen.

Das Jahrbuch 2020 verteilen wir in diesem Jahre nicht. Dafür haben Sie das Heft 8 der Wollsteiner Aufsätze erhalten. Wer ein Jahrbuch möchte, muss dieses bei der LWW direkt bestellen. Anschrift: Landsm. Weichsel-Warthe Friedrichstr. 35/ III 65185 Wiesbaden

Auf dem Büchertisch finden Sie unsere Wollsteiner Aufsätze und andere Literatur aus unserer Region. Auch aus der Provinz Posen!

Die Geschichte der Posener Landkreise und kreisfreien Städte
Nur noch wenige Exemplare – fragen Sie am Büchertisch oder bestellen Sie per Post. 17,80 € plus Porto und Verpackung.
Nachricht aus Kirchplatz Noch einmal eine Bitte: In Kirchplatz wird die alte ev. „Hauländerkirche“ von 1777 renoviert. Wer dafür eine Spende leisten möchte. kann dies auf das Konto des Heimatkreises unter dem Kennwort „Kirchplatz“ tun. Danke!
Aus Wollstein ist zu berichten: Am 07.09.2019 findet das Erntedankfest des Kreises in Obra statt. Das Erntefest  der Wojewodschaft Posen am 28.08. 2019 in Siedlec.
In Borui/Mühlengraben planen wir die Aufstellung eines Gedenksteines auf dem evangelischen Friedhof. 


Mannschaftsvergleichsschießen 16.03.2019 in Suhlendorf
Der Schützenverein Nestau und Umgebung e.V. hatte zum Vergleichsschießen ins Gasthaus Wöbse in Suhlendorf eingeladen. Seit über 10 Jahren nimmt der Heimatkreis Wollstein e.V. (HKW) an dieser Veranstaltung teil. Trotz Vorankündigung in der Wollsteiner Zeitung waren kaum Anmeldungen eingegangen. Es ist mir doch noch gelungen 3 Mannschaften zu je 4 schießfreudigen Heimatfreunden zusammen zu stellen. Die erste Mannschaft erreichte 260 Ringe, die zweite 255 Ringe und die dritte 276 Ringe (von 300). Von den insgesamt 20 angetretenen Mannschaften lagen wir vom HKW im mittleren Drittel. Weiterhin gut Schuss. K.-D. St.

Schlachtefest in Suhlendorf am 30.03.2019

Auch in diesem Jahr waren wir beim Schlachtefest des Handwerksmuseums in Suhlendorf vertreten. Nur 12 Heimatfreunde  hatten in diesem Jahr den Weg zu heißer Brühe, Wellfleisch und anderen Leckereien vom Schwein gefunden. Der Schlachter hatte gut angerichtet. Für gute musikalische Unterhaltung sorgte der Feuerwehrmusikzug Suhlendorf. Und wer Glück hatte, konnte bei der Verlosung noch einen Braten vom Schwein oder eine frische Leberwurst gewinnen.