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Heimatstube

 


 

Wollsteiner Heimatstube

In der Heimatstube sind Haushaltsgegenstände, Urkunden, Schriftstücke, Bilder und sonstige persönliche Wertgegenstände, die die "Wollsteiner" im Fluchtgepäck mitgebracht haben, zu sehen.

Es hat geöffnet vom 01.04. – 29.10.2017 von Dienstag – Sonntag ab 10.00 bis 17.00 Uhr (nur montags an Werktagen geschlossen). 

Der geplante Umzug der „Wollsteiner Heimatstube“ von Bad Bevensen nach Suhlendorf in das Handwerksmuseum ist abgeschlossen. Drei Monate haben wir an der Neuausrichtung und Thematik der Ausstellung gearbeitet. Pünktlich zur Frühjahrsöffnung des Museums am 31.03.2012 konnten wir die Heimatstube der Öffentlichkeit vorstellen.

Die neu eingerichtete Heimatstube gibt dem Besucher einen Einblick über die Flucht der Deutschen aus dem Kreis Wollstein, erläutert die Geschichte und Kultur der Deutschen im Kreise Wollstein, deren Neuanfang im Kreise Uelzen und den jetzigen Beziehungen nach Wolsztyn (Wollstein) in Polen.
Die Ausstellungsstücke kamen während der Flucht überwiegend auf pferdebespannten Ackerwagen in den Kreis Uelzen. Nur drei Motorfahrzeuge waren im Treck. Wollsteiner, die per Bahn geflüchtet, auf anderen Wegen getreckte oder zu Hause geblieben sind, sind hier zahlenmäßig nicht erfaßt.
Die vorhandenen Einrichtungsgegenstände und Vitrinen haben wir in den neuen Räumlichkeit weiter verwendet. Zusätzlich haben wir für die Ausstellung drei Glasvitrinen erworben. In einer ist der  Treckfahrerpelz von Gotthold Wolff aus Gloden, die Pferdepeitsche von Otto Lukas aus Neuborui und sechs Wagenschilder ausgestellt. Eine Neuerwerbung ist das Fahrrad von Wilhelm König aus Paulswiese. Es diente ihm in seiner Funktion als Treckführer, Melder und Quatiermacher.
Eine Treckkarte zeigt den Treckweg der Jabloner und den der Familie Otto Lukas aus Neuborui (Neuhopfengarten).
Warum Suhlendorf? Im Februar/März des Jahres 1945 erreichten in einem geschlossenen Treck ca. 7.000 deutsche Flüchtlinge aus dem Kreis Wollstein ( Provinz Posen) das Treckziel Suhlendorf im Kreise Uelzen.
Seit dieser Zeit ist Suhlendorf ein Stück Geschichte der Deutschen aus dem Kreis Wollstein.
Hier wurde die 1. Straße im Kreis Uelzen als „Wollsteiner Weg“ benannt. Ein Gedenkstein erinnert an die „Wollsteiner“ und auf dem Dorffriedhof ist ein Lapidarium mit Grabsteinen entstanden, worauf der Besucher die Heimatorte der Verstorbenen aus dem Kreis Wollstein findet. Seit einigen Jahren sind wir Gäste beim Schützenverein Suhlendorf und nehmen jährlich an zwei Preis- und Pokalschießen mit Mannschaften des Heimatkreises teil, wo wir auch unseren eigenen Pokal ausschießen dürfen.

Unsere Mitgliederversammlungen und auch andere Veranstaltungen führen wir seit ca. 20 Jahren in Suhlendorf  durch. Neu ist seit 2011 das Treckfahrerfrühstück zur Erinnerung an unsere Ankunft 1945 in Suhlendorf.

 

Weitere Infos über

Horst Eckert
Am Pathsberg 23
29549 Bad Bevensen
Telefon 05821/76 66
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